Rückblick: Weltgebetstag 2020

Am Freitag, den 6. März 2020 feierten wir im Regenbogenhaus den alljährlichen Weltgebetstag der Frauen, der in diesem Jahr aus dem Land Simbabwe kam und unter dem Motto „Steh auf und geh” stand. In dem Land kämpfen die Frauen schon lange für mehr Rechte und eine Verbesserung der Lebensumstände. Vielfältige Diskriminierungen, Zwangsverheiratung, und vieles mehr dominieren dort den Alltag. Unsere Schwestern in Simbabwe mussten die Texte für den Weltgebetstag sogar der Regierung zu Genehmigung vorlegen. Ein Meditationstext über die diesjährige Postkarte, machte noch einmal die derzeitige Situation in Simbabwe deutlich, aber auch die Geschichte des Landes.

Etwa 40 Frauen gemischten Alters feierten gemeinsam den Gottesdienst, beteten, sangen die Lieder, und hörten Gottes Wort. Die vortragenden Frauen trugen einen Schal in Weiß (Zeichen des Friedens), in Rot (Zeichen der Liebe), und in Gelb (Zeichen der Versöhnung). Beeindruckend und sehr emotional war der Bericht von der Wollershäuserin Heidrun Richter. Ihre Tochter hatte über drei Jahre lang ein Kindermädchen, für ihre Kinder, aus Simbabwe, namens Mada. Sie hatte das eigene Land, die eigenen Kinder für lange Zeiten verlassen, um Geld zu verdienen. In der Heimat zog die Großmutter die eigenen Kinder groß, die sie selbst nur selten selber sah. Zum Ausklang gab es warmen Tee und einen kleinen Imbiss mit Maisbrot, verschiedenen Dips und Käse. Die eingesammelte Kollekte kommt den Frauen in Simbabwe zugute.

Im nächsten Jahr 2021 dürfen wir uns auf das Land Vanuatu in Ozeanien freuen. Dem diesjährigen Organisationsteam hat die Vorbereitung und Durchführung des Weltgebetstages viel Spaß und Freude bereitet.

Martina Bode
im Namen des Organisationsteams

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