Flaschevergraben in Wollershausen

Bis in die fünfziger Jahre war das sogenannte „Wollershäuser Flaschevergraben“ ein erheiternder Brauch. Zur Kirmes im Herbst wurde von eingeweihten Junggesellen in der Nacht auf Sonntag an irgendeiner Stelle im Ort eine Flasche Schnaps versteckt, die dann Sonntagnachmittag unter Musikbegleitung der Kapelle aus Langenhagen mit viel guter Laune und Spürsinn gesucht wurde. Die gefundene Flasche wurde nach der „Bergung“ von allen Spürnasen ausgetrunken. Der Sonntagabend klang nach der aufregenden Suche mit Tanz in der Gaststätte Bertram bzw. Lautenbach aus. Das Bild zeigt die erfolgreichen „Spürnassen“ im Jahr 1950 mit der letzten ausgegrabenen Flasche Schnaps.

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Quelle: Beate Böker-Lüdtke (1992), Chronik von Wollershausen, Mecke und Druck Verlag Duderstadt